FAQ
Wie funktioniert die Reinigung der Vakuummatte?
Die Oberfläche der Vakuummatte ist leimabweisend. Zum Schutz sollten die Leimaustrittsstellen mit einem Kleeband abgeklebt werden oder das ganze Werkstück in eine Schutzfolie gelegt werden (besonders bei PU Leime wichtig). Sie kann zusätzlich vor dem Gebrauch mit Leimtrennmittel (von der Furnierpresse) bestrichen werden. Wenn die Matte mit Leim beschmutzt ist, muss man sie nur knüllen, und der trockene Leim fällt heraus.
Wie ist die Haltbarkeit?
Die Vakuummatte besteht aus einem sehr widerstandsfähigem Gewebegrundmaterial (reißfester Synthesekautschuk mit einvulkanisiertem Gewebe, Dehnung bis ca. 20 %), daher gibt es bei scharfkantigen Holzteilen keine Probleme. Zum Schutz sollten jedoch Spitzen und Ecken an den eingelegten Werkstücken zusätzlich abgedeckt werden (zB mit Filz). Bei scharfkantigen Kunststoffplatten und spitzen Eisenteilen ist jedoch Vorsicht geboten. Die Matte vor längerer Sonneneinstrahlung und Lösungsmittel schützen.
Was passiert, wenn doch ein Riss entsteht?
Es gibt einen Reparatursatz, der bestellt werden kann. Die Reparatur erfolgt wie das Flicken eines Fahrrad-Schlauches.
Schaltet die Vakuumpumpe beim Erreichen des Druckes ab?
Nein. Die Pumpe läuft ohne Unterbrechung während des gesamten Pressvorganges. Sie saugt während dieser Zeit ununterbrochen Feuchtigkeit ab, was eine problemlose Leimtrocknung ermöglicht. Die Pumpe ist ein Dauerläufer, der wohl heiß wird, was aber nur das Erreichen der Betriebstemperatur bedeutet.
Reicht die Größe der Vakuumpumpe aus?
Im Normalfall reicht die Vakuumpumpe TF 8 völlig aus. Bei besonders großen Schablonen (und rasch abbindendem Leim) empfehlen wir eine zweite Vakuumpumpe, die nur bis zum Erreichen des Enddruckes dazu¬geschalten wird. Während des Trockenvorganges wird die zweite Pumpe abgeschaltet und die Saugleitung gesperrt (Stromersparnis).
Wie hoch ist der Pressdruck?
Der Pressdruck beträgt ca. 8 t/m². Bei großen Formen ist darauf zu achten, dass die Form diesem Druck von allen Seiten standhält.
Können Hohlkehlen furniert werden?
Hohlkehlen können nur bedingt furniert werden. Es muss genügend Mattenstoff für die Hohlkehle zur Verfügung gebracht werden (am Besten die Matte etwas zusammenziehen). Gegebenenfalls kann die Pressung von außen mit einer Kontraschablone unterstützt werden (wir liefern gerne eine Anleitungen). Das Furnieren von abgeplatteten Türfüllungen ist nicht möglich, da mit VACUFLEX für dieses Verfahren zu wenig Druck erreicht wird.
Können konkave Formen verleimt werden?
Konkave Formen können sehr schlecht verleimt werden. Wenn möglich soll immer auf die konvexe Form gearbeitet werden.
Welche Radien und Holzstärken können Schichtverleimt werden?
Wenn die Schichtdicke dem Radius entspricht, gibt es grundsätzlich keine Beschränkungen. Es ist jedoch nicht möglich, dreidimensional verformtes Sperrholz herzustellen (Sesselsitze).
Wie lange muss das Werkstück in der Vakuummatte bleiben?
Grundsätzlich hängt es von der Leimart und von der Art des Werkstückes ab. Bei der Abbindezeit des Leimes besteht kein wesentlicher Unterschied zum herkömmlichen Kaltpressen. (Verleimen von Schichten: 1 bis 8 Stunden, Formfurnieren: 20 bis 30 Minuten)
Wie kann eine Beschleunigung der Presszeit erreicht werden?
Durch die Leimauswahl, z. B. CHS-Harnstoffleim oder durch die Beheizung der Oberfläche mit Infrarot- oder Quarzstrahler (die Vakuummatte darf bis 80 °C erhitzt werden).
Aus welchem Material besteht die Vakuumtasche?
Hochfestes Nylongewebe, beiderseits gummiert.
Verursachen Falten der Tasche beim Pressen Fehler?
Nein, beim Formfurnieren wird immer eine Beilage zur Furnier gegeben und beim Formverleimen sind die Schichten stabil genug.